Kitabı oxu: «Gesund leben durch Naturheilkunde?»

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Gesund leben durch Naturheilkunde?

Wirkung und Grenzen natürlicher Heilmittel, Naturheilverfahren und der Pflanzenheilkunde auf dem Prüfstand. Alternative Medizin verstehen und anwenden.

Autor: Wolfgang Sonnscheidt

Einführung

Dieses Buch will dir einen Überblick über die Naturheilkunde geben. Die Naturheilkunde ist so alt wie die Menschheit und zu allen Zeiten haben sich Menschen mit Mitteln geheilt, die in der Natur vorkommen. In unserer Zeit ist die Schulmedizin scheinbar das Maß aller Dinge. Was nicht in Studien und in wissenschaftlichen Experimenten nachgewiesen werden kann, ist nicht wirksam, so die Haltung der Krankenkassen, der Pharmaindustrie und vieler Ärzte. Unsere Schulmedizin hat ein Verständnis vom menschlichen Körper, das dem der Naturheilkunde gegenübersteht.

Die Naturheilkunde nutzt hingegen die Selbstheilungskräfte des Körpers. Sie geht von einem ganzheitlichen Bild aus Körper, Geist und Seele aus. Dies bestätigt uns auch die Bibel. Bei Eintreten des Todes wird der Leib von Geist und Seele getrennt. Der Körper wurde aus Erde geschaffen und wird durch den Verwesungsprozess erneut zu Erde (vgl. 1. Mose 3,19). Der Geist geht nach dem Tod zurück zu Gott (vgl. Prediger 12,7). Übrig bleibt die Seele, das eigene „Ich“, die über den Tod hinaus besteht und auch noch sinnliche Wahrnehmungen machen kann, was in Lukas 16,19-31 anhand des reichen Mannes gezeigt wird.

Naturheilkunde, alternative Medizin und Pflanzenheilkunde werden häufig in einem Satz genannt. Der Sammelbegriff „Alternative Medizin“ soll vor allem die Alternative zur Schulmedizin deutlich machen. Naturheilkunde ist ein wesentlicher Teil der Alternativmedizin. Aber nicht jede Methode der alternativen Medizin ist Naturheilkunde.

Pflanzenheilkunde basiert auf der heilenden Wirkung von Pflanzen und ist wiederum ein Teil der Naturheilkunde.

Folgendes Schaubild veranschaulicht die Verbindungen der unterschiedlichen Begriffe:


Warum gewinnt Naturheilkunde in unserer so technisch orientierten Welt an Bedeutung? Weil wir uns als mehr als nur eine Ansammlung von Organen, Leitungsbahnen, Knochen und Gelenken sehen, die durch Ärzte, Krankenhäuser und andere medizinische Dienstleister repariert werden können. Vielmehr kehrt das alte Wissen zurück, dass unser Geist und unsere Seele unser körperliches Wohlergehen entscheidend beeinflussen. Und die Einbeziehung unserer Lebensumstände, unseres Umfelds und unserer Einstellung ist ein ganz wesentlicher Teil der Wirkung der naturheilkundlichen Behandlungen.

Die Wirksamkeit der meisten Verfahren der Naturheilkunde wird von vielen Wissenschaftlern angezweifelt. Diese Frage stellt sich aber erst seitdem für den Beweis der Wirksamkeit so genannte randomisierte klinische Studien herangezogen werden und als Standard gelten. Diese fehlen bei den meisten Naturheilverfahren, weil auf diese keine Patente erteilt werden können und sich daher keine Geldgeber für eine solche Studie finden

Aber ist die Wirkung nur auf diese Weise belegbar? Das von alters her überlieferte Wissen wurde durch Versuch, Irrtum und Beobachtung stetig aufgebaut und verfeinert. Ein großer Wissensschatz, auf den wir heute zurückgreifen können. Früher galt: Wer heilt, hat Recht! Der Heiler wurde nur bezahlt, wenn der Patient wieder gesund wurde. Wäre es nicht interessant, wenn dieser Grundsatz wieder in die Behandlung zurückkehrt?

Vorab noch ein Wort zu diesem Ratgeber: Die in diesem Buch dargestellten Inhalte wurden sorgfältig recherchiert und verständlich formuliert. Alle Angaben sind ohne Gewähr. Die in diesem Buch enthaltenen Informationen sind weder völlig umfassend noch verbindlich. Der Autor haftet nicht für Nachteile oder Schäden, die aus der Anwendung der in diesem Buch gemachten Vorschläge resultieren. Die in diesem Buch enthaltenen Hinweise stellen keinen Ersatz für kompetenten medizinischen Rat dar und sie ersetzen nicht die Untersuchung oder die Behandlung durch einen Arzt oder Heilpraktiker.

Aus Gründen der Lesbarkeit wird in diesem Buch bei Personenbezeichnungen (Arzt, Heilpraktiker usw.) die männliche Form gewählt, es ist jedoch immer die weibliche Form mitgemeint.

Eine kurze Geschichte der Naturheilkunde

Wie bereits eingangs angesprochen, ist die Geschichte der Naturheilkunde so alt wie die Menschheit selbst. Selbst Tiere wissen instinktiv - oder haben von Generation zu Generation weitergegeben - welche Pflanzen oder welche Maßnahmen ihnen Linderung verschaffen.

Archäologisch belegt sind komplizierte medizinische Operationen, die vor Tausenden Jahren vorwiegend in China, Peru und Afrika durchgeführt wurden. Dazu gehören beispielsweise Schädelöffnungen nach Verletzungen. Mittel zur Desinfektion, Betäubung, Blutstillung und auch Mittel zur Wundheilung müssen bekannt gewesen sein, denn nach den Erkenntnissen der Forscher haben im Durchschnitt 70 % der Operierten diese Eingriffe überlebt.

Manche Methoden der Naturheilkunde wurden vor mehr als 3.000 Jahren schriftlich festgehalten. Das gilt für die Akupunktur, ein Verfahren der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) ebenso wie für die altägyptische Medizin. Die Zunft der Mediziner im alten Ägypten entstand vor ca. 5.000 Jahren. Bekannt waren neben den Schädelöffnungen auch Operationen bei grauem Star sowie die Anwendung von fiebersenkenden und schmerzstillenden Extrakten der Weidenrinde, deren Substanz der Acetylsalicylsäure (Wirkstoff des Aspirins) chemisch sehr verwandt ist.

Auch die arabische Kultur, vermutlich durch die Ägypter inspiriert, gab die Hinweise zur Behandlung von Krankheiten und Verletzungen an ihre medizinischen Schüler weiter. Aus dem 10. Jahrhundert vor Christus ist bekannt, dass arabische Ärzte Prüfungen ablegen mussten.

Die wesentlichen europäischen Schriften zur Heilkunde stammen aus Griechenland. Hippokrates (460 v. Chr. – 370 v. Chr.) gilt als Begründer der modernen Medizin in Europa. Das hippokratische Verständnis deutet die Natur als Lebens- und Heilkraft und dies war bis ins 19.Jahrhundert das Grundverständnis der Medizin. Noch heute leisten übrigens Ärzte den hippokratischen Eid und sind in ihrem Handeln an ihn gebunden.

Die so genannte Klostermedizin entstand im Mittelalter. Mönche und Nonnen hatten Zugang zu wissenschaftlicher und heilkundlicher Literatur. Sie sammelten Erfahrungswissen im Umgang mit Wirkungen von Heilkräutern und gaben ihr Wissen an andere Mönche und Nonnen weiter. Jahrhundertelang waren außerhalb der Klöster keine ausgebildeten Mediziner tätig. Die vielleicht berühmteste Figur der Klostermedizin (6. – 12. Jahrhundert n. Chr.) ist die Mystikerin Hildegard von Bingen (1098 – 1179 n. Chr.). Ihre mystischen und esoterischen Vorstellungen finden sich noch in ihren heilkundlichen Schriften und Rezepten. Daraus geht hervor, dass sie eine erotische Beziehung zu Gott pflegte, sodass aus biblischer Sicht Hildegard von Bingen und ihre Erkenntnisse mit äußerster Vorsicht zu betrachten sind.

Der Begriff Naturheilkunde entstand im 19. Jahrhundert. Bis dahin schien es selbstverständlich, dass Natur und Medizin eine gemeinsame Basis haben. Aus dem neuen, wissenschaftlich geprägten Bild des menschlichen Körpers entsprang die wissenschaftliche Medizin. Um die Behandlungsverfahren voneinander abzugrenzen, musste die Naturheilkunde definiert werden.

Im 19. Jahrhundert ist unter anderem durch Sebastian Kneipp und durch den Begründer der Homöopathie, dem Arzt und Chemiker Dr. med. Samuel Hahnemann, der Grundstein für die moderne Naturheilkunde gelegt worden. Die Einbeziehung und Weiterentwicklung von alten naturheilkundlichen Verfahren, seien es die TCM, Maya-Medizin und viele andere Verfahren, sind ein Grund für das heutige Wiederaufblühen von Naturheilkunde.

Warum Naturheilkunde?

Naturheilkunde ist die Kenntnis und Anwendung von den Elementen der Natur mit dem Ziel, den Menschen oder das Tier zu heilen. Die Naturheilkunde aktiviert körpereigene Selbstheilungskräfte und stellt das physiologische Gleichgewicht im Körper wieder her.

Naturheilkunde spiegelt das Verständnis des Menschen als ein Ganzes wider. Der Mensch ist nicht nur eine Ansammlung von biochemischen Reaktionen und Organsystemen. Das, was in unseren Zellen geschieht, ist nicht zu trennen von unseren Gefühlen, Gewohnheiten und unserem Umfeld. Ein Ungleichgewicht im Körper entsteht unter anderem durch Umweltgifte, falsche Ernährung, Stress, Trauer und Bewegungsmangel. Der Körper verfügt über Selbstheilungskräfte und versucht das Gleichgewicht zurück zu erlangen.

Chemische Wirkstoffe, die die Basis der gängigen Medikamente sind, können dieses Ungleichgewicht noch weiter verstärken. Schulmediziner wissen auch, dass zum Beispiel Stress eine Anzahl von Krankheiten auslösen kann. In den meisten Fällen wird jedoch nicht der Stress (das Ungleichgewicht) behandelt, sondern scheinbar stresslösende Medikamente verabreicht wie Beruhigungs- und Schlafmittel.

In der Naturheilkunde steht demgegenüber die Behandlung des Menschen als Ganzes im Mittelpunkt, nicht nur das Symptom oder ein erkranktes Organ:

In unserem Körper wirken mechanische, physikalische und biochemische Systeme zusammen. Diese sind so aufeinander abgestimmt, dass sie größere Störungen aushalten können wie zum Beispiel eine bakterielle Entzündung oder eine Prellung. Wenn jedoch das Gleichgewicht unseres Körper, des Geistes und der Seele durch Stress, ungesunde Ernährung oder andere Faktoren gestört ist, wird der Mensch krank.

Fühlen wir uns in unserem Leben wohl und sind wir zufrieden mit uns und unserem Umfeld, erkranken wir nachgewiesenermaßen deutlich weniger häufig, als wenn wir zum Beispiel durch Trauer und Kummer emotional geschwächt sind. In der Naturheilkunde ist es das Ziel, möglichst alle Störfaktoren zu erkennen und zu behandeln. Der Gesamtzustand des Patienten soll verbessert werden. Durch eine Entlastung von diesen Störfaktoren ist der Körper besser in der Lage, mit einer Erkrankung fertig zu werden oder durch sein Immunsystem Erkrankungen abzuwehren.

Die Behandlung durch einen Heilpraktiker oder einen Arzt der Naturheilkunde setzt nicht nur auf die Selbstheilungskräfte, sondern fordert vom Patienten auch die aktive Mitarbeit. Der Patient wird sich im Laufe einer naturheilkundlichen Behandlung stärker beobachten, die Wirkung der Therapie genauer wahrnehmen und mehr Verantwortung für seine Gesundung übernehmen, zum Beispiel durch die passende Ernährung, durch Bewegung und Stressabbau.

Dies unterscheidet sich grundlegend von der Schulmedizin, bei der wir als Patienten meist dem Arzt die Verantwortung dafür überlassen, die richtige Diagnose zu stellen und das passende Medikament zu verschreiben. In der Schulmedizin herrscht bei Arzt und Patient häufig der Glaube vor, dass der Arzt heilt. In der Naturheilkunde geschieht Heilung ausschließlich durch den Körper, der mit Pflanzenwirkstoffen, Wärme oder Kälte, Nadeln oder sonstigen Mitteln dazu in die Lage versetzt werden soll.

Der beste „Arzt“ ist indes der Herr JESUS Christus: „Denn ich bin der HERR, der dich heilt.“ (2. Mose 15,26). Ihn dürfen wir um Heilung bitten, vgl. Jakobus 5,15, allerdings sollte unser Gebet im Glauben erfolgen und frei von Zweifeln sein, vgl. Jakobus 1,6. Wenn wir uns mit dem Geist des Herrn JESUS verbinden, so ist dies essentiell für unser geistiges Wohlbefinden, denn es gibt nur zwei Möglichkeiten: entweder Verbindung mit dem Geist Gottes, der als unser Schöpfer genau weiß, was wir benötigen oder mit dem Geist dieser Welt, wo der Fürst dieser Welt, der Satan, herrscht und uns zu verderben versucht (vgl. Johannes 12,31; 1. Petrus 5,8). Man beachte auch das Wort „Zeitgeist“ und mache sich seine eigenen Gedanken, ob der jeweilige Zeitgeist uns mehr schadet als - wie uns vorgegaukelt wird - nutzt. Gott ist Geist (Johannes 4,24) und sein Geist ist immer derselbe, denn gemäß Hebräer 13,8 ist Jesus Christus gestern und heute und derselbe auch in Ewigkeit. Da Gott auch Liebe ist (1. Johannes 4,16), verbinden wir uns auch durch das Verbinden mit Gottes Geist mit Liebe (agape). Nicht zu verwechseln mit der seelischen Liebe, die wir zu Vater und Mutter oder unseren Kindern empfinden. Die Liebe Gottes besteht dagegen darin, seine Gebote zu halten: „Denn das ist die Liebe zu Gott, dass wir seine Gebote halten und seine Gebote sind nicht schwer.“ (1. Johannes 5,3). „Darin besteht die Liebe – nicht dass wir Gott geliebt haben, sondern dass er uns geliebt hat und seinen Sohn gesandt hat als Sühnopfer für unsere Sünden. Geliebte, wenn Gott uns so geliebt hat, so sind auch wir es schuldig, einander zu lieben.“ (1. Johannes 4,10-11).

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Janr və etiketlər

Yaş həddi:
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Litresdə buraxılış tarixi:
12 noyabr 2025
Həcm:
50 səh. 1 illustrasiya
ISBN:
9783985226863
Müəllif hüququ sahibi:
Bookwire
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